Der Transportkasten Fu 82 beinhaltete ein komplettes Set zur Zeltbeleuchtung. Die korrekte militärische Bezeichnung dieses Sets war "Zeltbeleuchtungsgerät N". Das "N" steht aller Wahrscheinlichkeit nach für "Nachrichten".

Der Funkbetrieb erfolgte natürlich nicht nur in den Funkwagen, sondern angemessen an äußere Bedingungen. Dies konnten entweder Wetterbedingungen, wie z.B. extreme Hitze sein, oder aber es aus taktischen Gründen, gerade bei längeren stationären Aufenthalten.

Um den Funkbetrieb in den Zelten auch bei Nacht zu gewährleisten, war eine ausreichende Beleuchtung zwingend notwendig. Die Geräte mussten bedient werden und auch der Meldeblock musste deutlich beschreibbar sein.

 

Inhalt

Laut einer mir vorliegenden Liste, gehörten zum vollständigen Umfang des Fu 82 folgende Teile:

  • 1 Kästchen für Scheiben (Farbscheiben für die Lampen aus Tarnzwecken)
  • 1 Kästchen C4 Sicherungen
  • Lampen
    • 4 Lampen Zbg. N12 (Zbg. steht für Zeltbeleuchtungsgerät) mit je
      • 1 weiße Scheibe
      • 1 Glühlampe, 12V, 15W, mit Kleinswansockel
    • 4 Glühlampen, 12V, 15W, mit Kleinswansockel (Zum Vorrat)
  • 4 Lampenarme (Zbg. N)
  • 2 Lampenhalter (Zbg. N)
  • Scheiben (zum Vorrat)
    • 5 blaue Scheiben zur Lampe Zbg. N12
    • 1 weiße Scheibe zur Lampe Zbg.N 12
    • Sicherungen (Zum Vorrat)
    • 6 Sicherungen 40 A (o)
    • 6 Sicherungen 15 A (0)
  • 1 Transformator (Zbg.N), 220/120-12 V, 100 VA mit
    • 1 Sicherung 15A (o)
  • 6 Verbindungskabel, zweifach, 1,5m lg. m. Boschstecker u. Anschlußwürfel, mit 2 Boschsteckbuchsen
  • Sammler mit Transportkasten (Zbg.N)
    • Einzelteile
  • 1 Sammler 12 B 60, mit Polschuhen
  • 1 Transportkasten (Zbg.N) mit
    • 1 Sicherung 40 A (o)

Besagte Anschlusswürfel gab es in einer Bakelitversion, sowie auch in einer Version aus lackiertem Blech.

Die Funktionsweise ist annähernd selbsterklärend. Es handelt sich um ein gut durchdachtes, robustes und einfaches "Plug & Play"- System. Das Stecksystem ist vergleichbar mit heutigen "Zigarettenanzündern" in Autos. 

Die Lampen sind an den Gläsern zusätzlich mit einer Gummidichtung versehen, damit sie nicht verschmutzen. Montiert wurden die Lampen dann an die Lampenarme durch einfaches Aufschrauben. Die Lampenarme sind mit beweglichen, feststellbaren Gelenken versehen. und ebenfalls sehr robust.

Ein solches Set in vollständigem Zustand zu finden ist heute so gut wie unmöglich. Sie wurden meist noch nach dem Krieg verwendet oder aus Geldmangel eingetauscht.

Einige Bilder eines solchen Sets:

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