Die Zeltbahn 31 (Auch als Zeltplane 31, Splittertarnzeltplane, sowie umgangssprachlich Splintertarnzeltplane bezeichnet) war die "standardisierte", dreieckige Zeltbahn der Wehrmacht.

Zeltbahn 31 der WehrmachtSie bestand aus einem sehr dicht zusammengewebten, wasserabweisendem Stoff, sogenanntem Segeltuchstoff und war im Heerestarnmuster, dem so genannten "Splittertarn" oder auch "Splintertarn" bedruckt.
Die Zeltplane hat auf beiden Seiten eine unterschiedliche Tönung des Tarnmusters. Das heißt, dass eine Seite heller ist als die Andere. Letztendlich diente dies zur besseren Tarnung.

Hier kann man gut die Unterschiede der Tönung erkennen:

Tönung Zeltbahn 31

Die grundsätzliche Breite einer Teilbahnstrecke beträgt durchschnittlich ca. 2,4 Meter, die Höhe von der Grundlinie aus beträgt durchschnittlich ca. 1,9 Meter.

 

Weitere Verwendungen:

Die Zeltbahn 31 war nicht nur eine "Zeltbahn". Sie war eines der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, da sie noch viele andere Verwendungen fand.

Sie konnte nämlich unter anderem als nützlicher Regenumhang genutzt werden!
Man unterscheidet hier zwischen der Verwendung bei unberittenen, berittenen und Gebirgs- und Radfahreinheiten:

Zeltbahn 31 als Regenumhang


1. Unberittene
Der Kopf wurde durch den Mittelschlitz der Zeltbahn 31 gesteckt und zwar so, dass die breite Seite der Zeltbahn über den Rücken ging und die Spitze vor den Oberkörper hing.
Danach wurden die langen Spitzen des breiten Zeltbahnteils nach vorne geklappt und unter Armen und Schenkeln festgeknöpft.

2. Berittene
Da berittene Einheiten in der Knöpfform für unberittene Einheiten nicht auf ihren Pferden sitzen konnten galt hier eine andere Knöpfweise:
Die grundsätzliche Knöpfung der Zeltbahn blieb wie bei den unberittenen Einheiten. Jedoch wurde sie so zugeknöpft, dass die beiden untersten Knöpfe an den Schenkeln und ein Knopf an der Zeltbahnspitze offen blieb.

3. Gebirgstruppen, Radfahrer, usw.
Auch hier war die grundsätzliche Knöpfung genau wie bei den Unberittenen.
Hier jedoch mit dem Unterschied, dass die Zeltbahnecken an den Beinen herumgeschlagen wurden.
Nach dem Herumschlagen wurde der Knopf auf der schmalen Rechteckseite in das zweite Knopfloch im doppelten Randstreifen des rechteckigen Unterteils zusammengeknöpft.

 

Als Quellen habe ich folgende Literatur verwendet:

Die deutsche Wehrmacht - Uniformierung und Ausrüstung 1933 - 1945 von Adolf Schlicht/ John R. Angolia
Das Handbuch der deutschen Infanterie 1939 - 1945 (Fachbuch) von Alex Buchner
Reibert - "Der Dienstunterricht im Heere" - Verschiedene Ausgaben

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok