Das Vermittlungskästchen gehörte zu den Nachrichtenvermittlungseinrichtungen.
Von jeder Gegenstelle, die im Feld postiert war, führte eine Leitung zu je einem Vermittlungskästchen.
Wenn nun von der Gegenstelle eine Rufaufforderung kam, diente die Weckerfallklappe als optisches und ein durch den gegenliegenden Induktur hervorgerufenes Rasseln als akkustisches Signal. Nach Beendigung eines Anrufes wurde die Klappe der Weckerfallklappe durch Drücken eines Druckknopfes wieder in die Ausgangslage versetzt.

Das Vermittlungskästchen
Das Vermittlungskästchen - Hier ohne Weckerfallklappe

Das Vermittlungskästchen arbeitete nach dem Einschnursystem und diente zur Herstellung kleiner Feldvermittlungen.
Zum Aufbau einer solchen betriebsfertigen Vermittlung wurden mehrere Vermittlungskästchen mit den dazugehörigen Weckerfallklappen benötigt. Die Weckerfallklappen dienten lediglich als Anrufzeichen.
Zur Annahme von Vermittlungsrufen wurde natürlich auch noch ein Feldfernsprecher 33 als Abfrage- und Rufapparat benötigt.

Vermittlungskästchen mit Weckerfallklappe
Vermittlungskästchen mit Weckerfallklappe

Gab es hierfür nicht den kleinen Klappenschrank zu 10 Leitungen?

Das ist durchaus korrekt und die Funktionsweise ist fast identisch. Doch der kleine Klappenschrank wog nicht gerade wenig und sofern weniger als 10 Leitungen benötigt wurden, bot sich aus Gründen der besseren Mobilität definitiv der Einsatz von Vermittlungskästchen an.
Die Anzahl der benötigten Vermittlungskästchen richtete sich komplett nach der Zahl der anzuschließenden Teilnehmer. Eine solche Vermittlung konnte vollkommen frei erweitert oder verkleinert werden. Die Tasche für das Vermittlungskästchen nahm je eine Weckerfallklappe und ein Vermittlungskästchen auf und konnte am Koppel getragen werden. Die genannten Tatsachen machten das Vermittlungskästchen zu einem wichtigen Element im Feldnachrichtendienst.

Ansicht von Hinten Vermittlungskästchen

Grundsätzlich wurde das Vermittlungskästchen zum OB-Betrieb (Ortsbatterie-Betrieb) genutzt. Das bedeutet, dass der Strom für die Mikrofone, Anruf- und Schlusszeichen nur aus den Stromquellen der angeschlossenen Teilnehmer kam! Gemeint ist das jeweilige Feldelement mit Gleichstrom zur Mikrofonspeisung und natürlich der Induktor jedes Apparates mit dem Wechselstrom zur Rufzeichengabe.

Aufgabaute Vermittlungskästchen mit Überträger
Aufgabaute Vermittlungskästchen mit Überträger


Aufbau des Vermittlungskästchens und Heranführung an die Funktionsweise

Das Gehäuse des Vermittlungskästchens besteht zum Großteil aus Holz. Oben ist eine Isolierplatte aus Pressstoff angebracht, auf der sich zwei Anschlussklemmen (La und Lb/E) und ein Buchsenpaar zum Aufsetzen der Weckerfallklappe befinden.

Aufbau Vermittlungskästchen

Schauen wir uns die Vorderseite von oben nach unten an: Hier befindet sich zuerst das sogenannte Bezeichnungsschild. Was viele nicht wissen ist, dass das Bezeichnungsschild umkehrbar ist. Auf einer Seite ist es weiß und auf der anderen Seite rot. Es diente zur Kennzeichnung der angeschlossenen Doppel- und Einfachleitungen.
Doppelleitungen wurden mit der weißen Seite und Einfachleitungen mit der roten Seite des Bezeichnungsschilds gekenntzeichnet!
Auch hier ging es darum, den Betrieb möglichst sicher zu gestalten. Es diente dem Soldat zur Erinnerung daran, dass beim Vermitteln der einen mit der anderen Leitungsart jeweils ein Überträger in die zu benutzende Vermittlungsschnur zwischengeschaltet wird.

Unter dem Bezeichnungsschild befand sich der Abfrage-Rufumschalter. Er diente zum Anschalten des angeschlossenen Feldfernsprechers in die Verbindung um zum Rufen oder Abfragen. Technisch handelt es sich hierbei um einen typischen Kellogschalter. War der Schalter nach oben ausgerichtet, befand er sich in der Rufstellung. Sobald der Schalter in dieser Stellung losgelassen wurde, bewegte er sich wieder in die Mitte, welche als Ruheposition diente. Wurde der Schalter nach unten gekippt, befand sich das Kästchen in der Abfragestellung. Von hier aus ging der Schalter nicht automatisch wieder in die Ruhestellung zurück. Er musste per Hand wieder in die Ruhestellung gebracht werden.

Innerer Aufbau Vermittlungskästchen
Der innere Aufbau des Vermittlungskästchens

Direkt unter dem Abfrage-Rufumschalter befand sich ein Klinken- und Stöpsel-Satz. Er bestand aus der Vermittlungsklinke, dem Vermittlungsstöpsel (an der Verbindungsschnur) und der Ruheklinke. Die Ruheklinke war ein einfacher Ruhekontakt (auch Trennklinke genannt). Sie besaß keine weitere Funktion als den Vermittlungsstöpsel aufzunehmen sofern keine Verbindung bestand. Die Vermittlungsklinke lag parallel zu den Leitungsklemmen La und Lb/E, dem Vermittlungsstöpsel und der Weckerfallklappe. Sofern eine Gesprächsvermittlung aktiv war, wurde ein Vermittlungsstöpsel in die Klinke gesteckt. Sobald der Stöpsel gesteckt war, wurde der Strom zur Weckerfallklappe komplett unterbrochen. Gleichzeitig ist die Auflage des Ruhekontaktes von der a-Feder der Klinke abgetrennt. Näheres zur Klinke finden sie hier:

Vermittlungsschnur und Klinkenbuchse bei Reichswehr und Wehrmacht

Abnahmestempel auf dem Vermittlungskästchen
Unterschiedliche Abnahmestempel auf den Vermittlungskästchen

Bei Gesprächsschluss gaben die verbundenen Teilnehmer das Schlusszeichen, welches dazu diente, dem Soldaten das Ende des Gesprächs anzuzeigen. Hierbei sprach nun natürlich nur die Weckerfallklappe des Vermittlungskästchens an, bei welchem die Vermittlungsklinke unbesetzt war. Die Rede ist hier also vom Anrufenden!
Der Soldat musste dann unbedingt direkt nach signalisierter Beendigung eines Gesprächs den Vermittlungsstöpsel aus der Klinke herausziehen, da natürlich ansonsten ein neuer Anruf an der zugehörigen Weckerfallklappe nicht angezeigt wurde.
Die Vermittlungsschnur besitzt zwei isolierte Adern a und b. Die a-Ader an der Stöpselspitze wird mit der Klemme La und die b-Ader im Stöpselhals mit der Klemme Lb/E verbunden.

Klinke Vermittlungskästchen
Die Klinke im Detail

Frontal unten befinden sich außerdem auf der Vorder- und Rückseite die sogenannten Laschenverbindungen. Diese Laschenverbindungen haben zwei Aufgaben: Die meschanische und elektrische Verbindung der Vermittlungskästchen. Die jeweils benachbarten Vermittlungskästchen werden hierzu aneinander gesetzt und die Verbindungslaschen werden an die Verbindungsklemmen der benachbarten Vermittlungskästchen angelegt. Die Klemme wird dann fest angezogen. Die Kästchen ergeben somit eine feststehende mechanische Einheit.
Die elektrische Verbindung untereinander in Form der entstandenen Laschenreihen ermöglicht die Anbindung des Abfrageapparates an alle Vermittlungskästchen.

Laschenverbindungen Vermittlungskästchen
Anbringung der Laschenverbindungen am Vermittlungskästchen

Der Feldfernsprecher, welcher als Abfrageapparat diente, wurde dann links neben den Vermittlungskästchen postiert. Die Klemme La des Feldfernsprechers wurde mit der vorderen Laschenreihe, die Klemme Lb/E mit der hinteren Laschenreihe verbunden:

Verbindung Feldfernsprecher mit Vermittlungskästchen
Verbindung Feldfernsprecher mit Vermittlungskästchen

Letztlich sind noch die Aufhängeöse und das Schaltbild an der Rückseite des Vermittlungskästchens zu erwähnen, welche man hier sieht:

Rückseite Vermittlungskästchen


Aufbau und Funktionsweise der Weckerfallklappe

Die Aufgabe der Weckerfallklappe ist selbsterklärend: Sie zeigt den Anruf eines Teilnehmers an.
Grundlegend besteht die Weckerfallklappe aus einem Blechgehäuse mit einem kleinen Sichtfenster und einem Rückstellknopf. Der innere ist genauso simpel wie der äußere Aufbau. Hier befindet sich ein Elektromagnet mit einem beweglichen Anker. Hieran ist ein Hebelarm angebracht, an welchem ein gelber Signalanker angebracht ist. In Ruheposition hält der Anker die Fallklappe oben. Der Soldat sieht durch das Fenster die gelbe Fallklappe.

Die Weckerfallklappe

Die Wicklung des Elektromagneten ist mit zwei Stiften verbunden, welche beide auf der Grundplatte befestigt sind. Beide Stifte sind voreinander abisoliert. Sie laufen unten aus der Weckerfallklappe aus und können so in das Vermittlungskästchen gesteckt werden.
Außerdem befinden sich am Außengehäuse noch zwei Klemmschrauben. Eine an der Vorderseite und eine an der Rückseite, jeweils unten rechts. Die vordere Klemmschraube liegt direkt an Masse an, die hintere ist isoliert auf der Grundplatte angebracht. Diese Schrauben dienen nicht, wie so oft vermutet wird zum Anschrauben des Gehäuses, sondern hier konnte ein Wecker angeschlossen werden, um einen kommenden Anruf auch hörbar zu machen. Die Klemmschrauben dienten also zum Anschluss eines Weckerstromkreises (Gleichstromwecker mit zwei Feldelementen in Reihe geschaltet). Es ist davon auszugehen, dass eine solche Konstellation nicht allzu häufig verwendet wurde.

Weckerfallklappe auf dem Vermittlungskästchen

 

Anbei noch einige Bilder der Weckerfallklappe im Detail:

 

 

Handhabung 

Um nun die Funktion besser zu verstehen schauen wir uns einmal die Handhabung an.

Wir gehen nun von einem regulären Doppelleitungsbetrieb aus. Der Leitungen der teilnehmenden Apparate wurden hierzu alle zentral zur Feldvermittlung gelegt. An jedes Vermittlungskkästchen wurden dann je beide Leitungen eines Teilnehmers an La und Lb/E angelegt. Sofern ein Einfachleitungsbetrieb vorlag musste die Teilnehmerleitung nur an La angelegt werden und Lb/E blieb einfach frei.
Der Abfrageapparat wurde bei Doppelleitungsbetrieb wie folgt angeschlossen:

Vermittlungskästchen mit Doppeleitungen

Die Teilnehmer wurden hier genau wie bei dem kleinen Klappenschrank in Teilnehmer A, B, C, etc. aufgeteilt. Teilnehmer A lag also an Vermittlungskästchen 1 an, Teilnehmer B an Vermittlungskästchen 2,usw..

 

Wie war nun der Ablauf?

Angenommen Teilnehmer A ruft an und möchte eine Verbindung zu Teilnehmer C:
Der kommende Anruf von Teilnehmer A wurde durch die herunterfallende Weckerfallklappe von Vermittlungskästchen 1 angezeigt.
Der Soldat am Abfrageapparat brachte hierauf den Abfrage-Rufumschalter von Vermittlungskästchen 1 auf "Abfragen", nahm den Hörer des Abfrageapparates, drückte die Sprechtaste und meldete sich. Hierauf bekam er von Teilnehmer A die gewünschte Verbindung mitgeteilt. Diesen gesamten Vorgang nannte man "Abfragen".

Ein Szenario zum Verständnis:

In diesem Szenario soll eine Verbindung mit Teilnehmer C hergestellt werden. Der Soldat am Abfrageapparat stellt nun den Abfrage-Rufumschalter von Vermittlungskästchen 1 wieder auf die Ruhestellung. Der Abfrage-Rufumschalter von Vermittlungskästchen 3, an dem Teilnehmer C anlag, wurde nun auf Stellung "Rufen" gelegt. Gleichzeitig betätigte der Soldat die Induktorkurbel des Abfrageapparates. Der angeschlossene Apparat von Teilnehmer C klingelte. Sofern sich Teilnehmer C meldete, steckte der Soldat am Abfrageapparat den Vermittlungsstöpsel von Vermittlungskästchen 1 in die Vermittlungsklinke. Die Verbindung war nun hergestellt!
Der Soldat konnte das Gespräch auch mithören, indem er den Abfrage-Rufumschalter wieder auf "Abfragen" umlegte. Der Soldat musste sich davon überzeugen, dass das Gespräch auch zustande gekommen war. Hierzu hörte er kurz mit. Dies war auch der Fall, wenn ein Mithören ausdrücklich untersagt wurde, aber natürlich nur zu Beginn des Gespräches im Mitwissen der Teilnehmer um sich eben davon zu überzeugen, dass das Gespräch zustande gekommen war.
Nachdem der Soldat sicher wusste, dass das Gespräch zustande gekommen war, legte er den Abfrage-Rufumschalter wieder in die Ruhestellung.
Sobald das Gespräch beendet war und der Schlussruf erfolgte (Herunterfallen der Weckerfallklappe), musste der Soldat vorerst wieder abfragen und wörtlich fragen: "Wird noch gesprochen?" Sofern sich niemand mehr meldete, wurde der Verbindungsstöpsel entfernt und die Weckerfallklappe wurde wieder in ihre Ausgangsposition gebracht.

Umgelegter Kellogschalter im Detail
Umgelegter Kellogschalter im Detail

 

Einsatz des Überträgers

Sofern Doppelleitungen und Einfachleitungen vorhanden waren und miteinander verbunden werden sollten, wurde der Ringüberträger als zwischengeschaltetes Gerät benötigt.
Aber warum überhaupt? Hierzu sollte man sich in jedem Fall erst einmal den Artikel über den schnurlosen Ringüberträger ansehen: Der schnurlose Ringüberträger "Ringüberträger schnurlos"
Grundsätzlich war die Zwischenschaltung notwendig um Störungen, welche natürlich vermehrt bei Einfachleitungen auftraten von der Doppelleitung fernzuhalten. Das mag vielen unnötig vorkommen, jedoch war die Gesprächsqualität entscheidend! Ein falsch verstandener Befehl oder schlechte Klangqualität konnte durchaus zu einer großen Gefahr werden. Die Qualität der Verbindung war oberstes Ziel für die Nachrichteneinheiten!
Die Überträger wurden entsprechend direkt an die Teilnehmerleitung gebaut:

Einsatz des schnurlosen Ringüberträgers beim Vermittlungskästchen

Um natürlich so wenige Ringüberträger wie möglich nutzen zu müssen, ergab sich folgende Regel:
"Liegen mehr Doppelleitungen als Einfachleitungen auf der Vermittlung, so sind die Überträger in die Einfachleitungen zu schalten. Im umgekehrten Fall - bei weniger Doppelleitungen als Einfachleitungen - legt man die Überträger in die Doppelleitungen."

Was aber, wenn nicht genügend Überträger vorhanden waren?

Es kam durchaus vor, dass nicht genügend Überträger vorhanden waren. Wir reden hier von einer typischen feldmäßigen Vermittlung. Es war nicht immer die Zeit Doppelleitungen zu legen, oder eventuell wurden Leitungen beschädigt.
Tja, in diesem Fall blieb den Soldaten nichts anderes übrig, als die Zwischenschaltung der vorhandenen Überträger jeweils direkt beim Vermitteln vorzunehmen.
Selbstverständlich wäre es viel zu aufwendig gewesen, immer wieder die Leitungen an- und abzubauen. Nur gut, dass diese Geräte wesentlich ausgefeilter waren!

In einem solchen Fall musste die Vermittlungsschnur am Vermittlungskästchen des anrufenden Teilnehmers in die Klinke P (oder je nachdem entsprechend S) des Überträgers gesteckt werden.
Von der Klinke P (oder entsprechend S) erfolgte dann durch Einsatz einer losen Vermittlungsschnur die Verbindung zum gewünschten Teilnehmer:

Ringüberträger bei Einfachleitungen

 

Wie wird bei Gruppengesprächen verfahren?

Das Verfahren bei Sammelgesprächen ist von der Grundlogik recht simpel und annähernd identisch mit dem Verfahren bei Klappenschränken. Der Stöpsel des anrufenden Teilnehmers wurde in die Vermittlungsklinke des nächsten Teilnehmers gesteckt. Dessen Stöpsel wurde wiederrum in die Vermittlungsklinke des nächsten Teilnehmers gesteckt, usw. Auf der Leitung selbst lag hierbei ebenfalls nur die Weckerfallklappe des Erstanrufenden. Dieser signalisierte wieder das Ende des Gesprächs.


Prüfung des Vermittlungskästchens

Bevor das Vermittllungskästchen genutzt wurde, musste es gemäß der Ausbildungsvorschrift geprüft werden.
Das Verfahren war wie folgt festgelegt:

1. Betriebsklaren Feldfernsprecher an die Klemmen La und Lb/E des Vermittlungskästchens anschließen:
Wenn nun die Infuktorkurbel gedreht wurde, musste die Weckerfallklappe herunterfallen.
Danach wurde der Vermittlungsstöpsel in die eigene Vermittlungsklinke gesteckt und die Induktorkurbel gedreht. Die Weckerfallklappe durft jetzt nicht fallen!
Nun wurde noch der Abfrage-Rufumschalter auf Stellung "Abfragen" und danach "Rufen" gelegt und die Induktorkurbel wurde wieder gedreht. Auch hier durfte die Weckerfallklappe nicht fallen.

Nach diesem Schritt waren geprüft: Weckerfallklappe, Abtrennkontakte für Fallklappe am Federsatz des Abfrage-Rufumschalters, Ruhekontakt und Vermittlungsklinke.

 

2. Weckerfalklappe herausziehen, Anschluss von 1 beibehalten:
Zuerst wurden nun die Laschenverbindungen von Vorder- und Rückseite des Vermittlungskästchens mit einem Stück Draht verbunden. Der Abfrage-Rufumschalter wurde nacheinander auf "Abfragen" und "Rufen" gelegt und bei beiden Stellungen musste die Prüftaste des Feldfernsprecherd gedrückt und gleichzeitig die Induktorkurbel gekurbelt werden. Beim Kurbeln in beiden Stellungen musste der Wecker des Feldfernsprechers klingeln!
Sofern der Abfrage-Rufumschalter wieder in der Ruhestellung war, durfte der Wecker bei identischem Prozess nicht klingeln!

Nach diesem Schritt waren geprüft: Laschenverbindungen, Ruf- und Sprechstellung des Abfrage-Rufumschalters.

 

3. Ebenfalls Weckerfallklappe herausziehen und Anschluss von 1 beibehalten. Laschenverbindungen aufheben:
In diesem Schritt wurde die Spitze des Vermittlungsstöpsels an die Klemme Lb/E des Vermittlungskästchens gehalten und gleichzeitig wurden der Induktor gekurbelt sowie die Prüftaste gedrückt. In diesem Fall musste der Wekcer im Feldfernsprecher ansprechen.
Somit war die Vermittlungsschnur erfolgreich geprüft. Was nun nurnoch fehlte, war die Vermittlungsklinke.

 

4. Identischerr Aufbau wie bei 3:
Um die Vermittlungsklinke zu prüfen wurde nun der Stöpsel einer GEPRÜFTEN Vermittlungsschnur aus dem Feldfernsprecher in die Vermittlungsklinke gesteckt. Dann wurde der Stöpsel des Vermittlungskästchens wieder an Lb/E gehalten, gekurbelt und gleichzeitig die Prüftaste gedrückt.
Sofern der Feldfernsprecher klingelte, war die Vermittlungsklinke funtionstüchtig und geprüft.

Das Vermittlungskästchen war somit komplett geprüft und Einsatzfähig.


In welchem Ausmaß das Vermittlungskästchen nun wirklich innerhalb des Krieges zum Einsatz kam, darüber ist leider wenig bekannt. Richtet man sich nach originalen Fotos und der Häufigkeit der darauf zu erkennenden Vermittlungen, so scheint es, als wäre das Vermittlungskästchen weniger im Einsatz gewesen als beispielsweise der kleine Klappenschrank.
Dies ist jedoch eventuell etwas zu kurz gedacht, da die Frage ist wie Häufig eine Vermittlung kleiner 8 - 9 Leitungen genutzt wurde und wo diese genutzt wurde.

Anbei noch weitere Detailfotos des Vermittlungskästchens:

 

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