Das Feldmesskästchen 18 war ein Messinstrument, bzw. Prüfmittel, welches ein weites Spektrum in der Wehrmacht abdeckte. Es kam bei nahezu allen Truppenteilen zum Einsatz. Das Haupteinsatzfeld war jedoch natürlich die Fernmelde- und Funktechnik. Auf der Beschreibung des Feldmesskästchens im Deckel ist der Name "Feldmessgerät" aufgeführt. Diese Bezeichnung ist vollkommen korrekt, jedoch ist es nicht die von Reichswehr und Wehrmacht geführte offizielle Bezeichnung. 

Feldmesskästchen 18

Der Name Feldmesskästchen 18 leitet sich daraus ab, dass es in einem kleinen Holzkasten untergebracht war. Eingeführt wurde es bereits im Jahr 1918.

Es hat drei Grundaufgaben:

  1. Spannungsmesser
  2. Widerstandsmesser
  3. Leitungsprüfer

Was viele nicht wissen, ist dass es das Feldmesskästchen 18 in zwei unterschiedlichen Ausführungen gab. Man unterscheidet zwischen dem Feldmesskästchen alter Art und dem Felmesskästchen neuer Art! Die Unterscheidung zwischen diesen beiden unterschiedlichen Ausführungen ist relativ einfach: Das Feldmesskästchen alter Art hatte zum einen keinen Spannungsregler und zum Anderen auf jeder Seite der Messanzeige zwei durchgehende Leisten mit der Bezeichnung der jeweiligen Anschlüsse.

Felsmesskästchen alter Art

Es hatte einen Innenwiderstand von 100 Ohm. Anzuwenden war es nur bei Gleichstrom, da es sich um ein sogenanntes Drehspuleninstrument handelte. Die Genauigkeit war daher nicht 100%tig, aber für viele Bereiche absolut ausreichend.

Die Skala der Messanzeige war in eine Volt- und eine Ohmskala geteilt.

Zur Spannungsmessung befanden sich im Feldmesskästchen verschiedene, hintereinander geschaltete Widerstände, wodurch eine Erweiterung des Messbereichs bewirkt wurde. Es war möglich, Spannungen von bis zu 300 Volt zu messen.

Zur Widerstandsmessung wurde eine Messbatterie, welche identisch mit den Taschenlampenbatterien der Wehrmacht war, benötigt.

Mit den vorhandenen Möglichkeiten war es für Fernmeldetrupps problemlos möglich, Leitungen zu Prüfen und so die Fehlerart sowie die Fehlerortsbestimmung durchzuführen.

Auch für Funker und die Funkmeisterei war das Feldmesskästchen ein unentbehrliches Instrument zur Fehlerüberprüfung und Reparatur der Funkgeräte.

Viele Feldmesskästchen wurden nach dem Krieg aufgrund von Materialknappheit in zivilen Geschäften und Betrieben genutzt.

 

Scanns der originalen Schaltpläne beider Varianten des Feldmesskästchens finden Sie hier: 

Feldmesskästchen 18 - Schaltplan

Feldmesskästchen neuer Art mit Spannungsregler - Schaltplan

 

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